Erschöpfte Utopien – Albrecht Koschorkes Studie über den Liberalismus

Peter Conzelmann

Erstes Präludium: In einer Buchhandlung

Der aktuelle Blick auf die Büchertische und -regale einer großen Buchhandlung, Abteilung politisches und historische Sachbuch, verrät, dass wir in düsteren Zeiten leben. Folgende Titel, viele davon als Bestseller klassifiziert, liegen, neben manch anderem mit ähnlicher Tendenz, zurzeit in der Auslage:

Ricarda Lang / Steffen Mau, Der große Umbruch – ein Gespräch über Krisen, Konflikte und Kompromisse

Julia Jäkel / Thomas de Maizière / Peer Steinbrück / Andreas Voßkuhle, Initiative für einen handlungsfähigen Staat

Ilko-Sascha Kowalczuk, Faschismus ist keine Meinung – Stabil bleiben in autoritären Zeiten

Jörg Baberowski, Am Volk vorbei – Zur Krise der liberalen Demokratie

Francis Fukuyama, Der letzte Mensch – Wohin steuert die Welt?

Kohei Saito, Am Ende des Fortschritts – Überleben in den Ruinen des Kapitalismus

David Nelles, Politikzirkus – Wie wir das Debattenchaos durchschauen und bei Klima, Migration & Co wirklich vorankommen

Kristina Lunz / DüzenTekkal, Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen – Für eine Gesellschaft, in der alle sicher sind

Eva Umlauf, Genau so fängt es an – Ein Appell

Moshe Zimmermann, People gone mad – Wie die Demokratie sich selbst zerstört

Matthias Quent, Keine Macht der Ohnmacht – Wie wir Krisen bewältigen und uns gegen Faschismus wehren

Rupert Polenz, Tu was! – Kurze Anleitung zur Verteidigung der Demokratie

Ders., Wie ein Volk den Verstand verliert – und was wir dagegen tun können

Daniel Stelter, Absturz – So retten wir Deutschland

Gabor Steingart, Systemversagen

Peter Hahne, Warum macht ihr uns kaputt? – wie wir unsere Zukunft verspielen

In dieser Auswahl, so wie ich sie vorgefunden habe, befinden sich seriöse Abhandlungen, leidenschaftliche Aufrufe, heftige Polemiken und allerhand Trash. Alle kreisen sie indessen um etwas, das sich wie ein schwarzes Loch inmitten unserer Gesellschaft auftut.

Zweites Präludium: In unserem Blog

In ihrem kürzlich auf „Zeitenwende.online“ veröffentlichten Beitrag fragt Hilde Schneider, ob wir zu dumm für die Demokratie wären. Und sie zitiert gleich eingangs ihres Textes einen durchaus nicht dummen, vielmehr gebildeten Zeitgenossen, der auf die, in erster Linie wirtschaftlichen, Erfolge Chinas verweist, gegen die die liberal-demokratisch verfassten Länder nicht mehr ankämen.

Dieser Skeptiker ist kein Einzelfall. Stagnation macht sich auf vielen Ebenen breit, ökonomisch wie politisch. Daher nennt es Hilde Schneider unumwunden einen „Niedergang“, den das Modell der offenen Gesellschaft mit ihren Prinzipien der Menschenrechte, der Meinungsfreiheit, der Pluralität und der Gewaltenteilung, auf denen die Demokratie nach westlichem Muster beruht, gerade erfährt oder zumindest zu erfahren scheint.

Wie geht es weiter? Hilde Schneider fragt, was das Neue sein könnte, das diesem uns so lange vertrauten Modell folgt. Ein Thema, dem wir vor einiger Zeit schon einmal nachgingen, als wir einen Beitrag des Münchner Soziologen Armin Nassehi vorstellten und dabei auch ausführlich auf die Untersuchungen des in Wien lehrenden Soziologen Ingolfur Blühdorn hinwiesen.

Blühdorn befasst sich insbesondere mit der von seinem Fachkollegen Ulrich Beck in den 1980er Jahren weit über die enge akademische Sphäre hinaus sehr erfolg- und folgenreich eingeführten Großtheorie der sogenannten „Risikogesellschaft“. Blühdorn beschreibt akribisch die in deren Rahmen identifizierte „Zweite Moderne“ sowie deren Krise oder besser deren Übergang in eine sich erst in Umrissen abzeichnende „Dritte Moderne“.

Für seinen Beitrag erntete Blühdorn vielfach Verwunderung, vor allem aber auch massive Kritik. Ihm wurde angelastet, die gesellschaftlichen Veränderungen, die er feststellte und untersuchte, herbeizuwünschen oder für gut zu befinden. Denn, wie wir in unserem Beitrag festhielten:

„Verabschieden müsse man sich vor allem von den allzu optimistisch eingeschätzten basisdemokratischen Elementen, die, so Blühdorn, im Grunde ursächlich für das Scheitern der Zweiten Moderne seien. Von einigen Rezensenten wurde Blühdorns Ansatz deswegen als rückschrittlich, er selbst in verschiedenen linken Foren als reaktionär geschmäht.“

Im Unterschied zu diesem Abgesang auf teilweise mühsam erkämpfte demokratische Elemente und Strukturen und gegen den vielfach grassierenden Kleinmut kann Hilde Schneider dem negativen Szenario der sich stetig ausweitenden Risiken auch ein positives Momentum abgewinnen, wenn sie festhält:

„Statt uns also einer Zukunftsvision voller Schreckensgespenster hinzugeben, wie das so oft auch in Gesprächen unter Freunden geschieht, sollten wir da die aktuelle Polykrise nicht besser als ultimativen Weckruf verstehen und anfangen, unsere Kräfte zu bündeln?

Immerhin sind wir ja aufgewacht und können die Augen nicht länger vor den Realitäten unseres Alltags verschließen, die da heißen: Krieg, Angst vor wirtschaftlicher Stagnation, sinkendem Lebensstandard und Arbeitsplatzverlust, Wiedererstarken von Nationalismus, Rassismus und Sexismus, wachsende soziale Ungleichheit, Migration und damit verbunden Probleme der Integration, Klimakrise, Rückgang der Artenvielfalt und Zerstörung der Umwelt – so lang ist sie, die ( wenn auch unvollständige) Liste der Gefahren, mit denen wir uns konfrontiert sehen.“

Hilde Schneider appelliert an die Fähigkeit oder Möglichkeit einer Gesellschaft, der Lage trotz allem mit Zuversicht zu begegnen. Denn ohne Zukunftsoptimismus – selbst wenn es angesichts der immensen ökologischen Krise nicht nach den alten Mustern der technischen Beherrschbarkeit aller Probleme und des Weiteren und unbegrenzten materiellen Zuwachses geht – gerate eine Gesellschaft in eine Blockade, werde regressiv und versuche nur noch, am Althergebrachten festzuhalten.

Ist das Schockstarre oder gar schon Verzweiflung, in die Teile der liberalen Gesellschaften des Westens, die sich bis vor Kurzem als das politische Maß aller Dinge empfanden, geraten sind und in der manche nun nur noch den Ausweg in eher autoritären Haltungen suchen?

Liberalismus, oder von der Souveränität der Vernunft

Auf die prekäre Gefühlslage kommt auch der Konstanzer Literaturwissenschaftler Albrecht Koschorke zu sprechen. In der an den Schluss seines neuen Buches „Souveränität der Vernunft“ platzierten Danksagung gesteht er ein:

„Dieses Buch war eine schwere Geburt. Es ist einem zuweilen überhandnehmenden Gefühl politischer Verzweiflung und intellektueller Ratlosigkeit angesichts der Ereignisse der letzten Jahre abgerungen.“

Wie konnte es dazu kommen? Um diesen Zustand näher zu beleuchten, befasst sich Koschorke in seiner, mit Beispielen aus der Literaturgeschichte angereicherten, Untersuchung mit den Anfängen des Liberalismus. Dabei kommt ihm als bestimmendes Kennzeichen eben jener Zukunftsoptimismus in den Blick, der als Movens moderner Gesellschaften identifiziert wird. Allerdings sieht Koschorke dessen schon zu Beginn angelegten Widersprüche.

Hier muss zurückgeblendet werden, weiter und gründlicher noch als in Blühdorns eher auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts fixierten Untersuchungen, und zwar in das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert. Und Koschorke rekonstruiert neben dem gesellschaftlichen und dem politischen auch und gerade den kulturellen Rahmen, die es zusammen erst ermöglichten, die alten europäischen Ordnungen des Ancien Régimes zu überwinden.

„Freiheit“ und „Gleichheit“ lauteten die Schlagworte des Liberalismus, der auf dem Papier zahlloser Traktate und auf Grundlage einer allesumfassenden menschlichen Vernunft eine herrschaftsfreie Gesellschaft freier Individuen in Aussicht stellte. Dabei meinten die treibenden Kräfte dieser geistigen Bewegung jedoch bald schon erkannt zu haben, dass beides: Freiheit UND Gleichheit nicht sofort und überall zu erreichen sei. Und eigentlich auch nicht gleichzeitig, stünden sie doch in einem gewissen Widerspruch zueinander. Denn ebenso, wie die Freiheit des Einzelnen bei unterschiedlichen Voraussetzungen der Entwicklung zu Ungleichheit führen kann, können Bestrebungen zu mehr Gleichheit die Entfaltungsmöglichkeiten Einzelner begrenzen.

Folge dieser Skepsis: Einerseits die Projektion der herrschaftsfreien Gesellschaft in die Zukunft, im positiven Sinn als utopisches Potential, als vorgezeichneter Weg in einem sich weitenden zeitlichen Horizont, andererseits aber im Hier und Jetzt die strikte Exklusion der Mehrheit der Gesellschaft von allen Entscheidungsprozessen. Und das meinte zuvörderst Frauen und Ungebildete, also insbesondere Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten oder kaum Übung darin hatten, sowie Nichtvermögende, somit vor allem auch das wachsende Heer der Arbeiterschaft. Ihnen wurde das aktive wie passive Wahlrecht und somit die Teilhabe am Staatswesen verwehrt.

Erst recht galt diese Restriktion für alle diejenigen, die in den rapide anwachsenden Kolonien der europäischen Staaten lebten, also die Kolonisierten, egal ob Frau oder Mann, und natürlich für alle Sklaven. Es ist keine Fußnote der Geschichte, dass zu den Gründervätern der Vereinigten Staaten von Amerika und Autoren der dortigen Verfassung vermögende Plantagenbesitzer und Sklavenhalter gehörten. Und wenn es in der Unabhängigkeitserklärung von 1786 heißt

„Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass zu diesen Rechten Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören.“

so galt diesen eben nicht für die aus Afrika verschleppten Frauen und Männer.

Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Europa galt: Die Zügel der Führung in Staat und Gesellschaft blieben lange Zeit in den Händen vermögender, gebildeter und weißer Männer. Diese wähnten sich im Vollbesitz der souveränen Kraft der Vernunft und somit als vorzügliche Repräsentanten des Gemeinwesens, für das allein sie den richtigen Kurs zu bestimmen wussten. Ein Prinzip, das sich bis heute in der Form der repräsentativen Demokratie und seinen Parlamenten aus gewählten Volksvertretern (mittlerweile auch -vertreterinnen) erhalten hat.

Das utopische Potential und viele Verbesserungen der allgemeinen Lebensumstände, „Fortschritt“ genannt und durch wirkmächtige geschichtsphilosophische Systeme gestützt, sorgten über viele Jahrzehnte dafür, dass der liberale Motor am Laufen blieb, im Grunde bis in unsere heutige Zeit und über die Schwelle des „Wendejahres“ 1989 hinaus. Damals, vor bald 40 Jahren, meinten viele, der liberale Westen habe den Kampf der Systeme gegen den kommunistischen Osten gewonnen, nun setze sich sein Modell global und für immer durch. Das „Ende der Geschichte“ sei erreicht, wie der US-amerikanische Politologe Francis Fukuyama behauptete.

Immer wieder wurden im Zeitraum vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis heute reformerische Programme aufgelegt, um die gemachten Versprechungen des Liberalismus umzusetzen, sei es zur Absicherung von Lebensrisiken, zum Aufbau von privatem Vermögen oder zur Verbesserung der Volksbildung. Doch die schon in den Anfängen gelegten Widersprüche blieben evident, sofern sich die Versprechungen des Liberalismus trotz aller wohlmeinenden Ansätze nicht einlösen ließen, Freiheiten an die Grenze stießen und Ungleichheiten nicht nur bleiben, sondern wieder größer wurden. Oder die liberale Utopie wurde von größeren Brüchen im Verlauf der Weltgeschichte – tiefgreifenden, in den Bedingungen des Kapitalismus wurzelnden ökonomischen Krisen, geopolitische Spannungen, Kriege – überdeckt oder zurückgeworfen.

In den Phasen, in denen sich die gesellschaftlichen Spannungen zuspitzten, eine revolutionäre Situation eintrat oder sich Parteien bildeten, die diese Tendenzen aufgriffen, tendierten Teile der liberalen Bewegung mit robuster Abwehr, wurden mehr oder weniger offen reaktionär. Teile des liberalen Bürgertums wandten sich den nach wie vor vorhandenen alten Mächten zu oder entwickelten autoritäre Konzepte.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zerfällt der Liberalismus in einen linken, progressiven und einen rechten, konservativen Flügel. Seine utopische Kraft für die gesamte Gesellschaft verblasste dadurch mehr und mehr, wurde zum großen Teil von anderen, linken politischen Strömungen übernommen. Parteien, die sich Liberalismus pur auf die Fahnen geschrieben haben, wurden immer weiter an den Rand gedrängt. Geblieben ist vielfach allein das Prinzip der Repräsentation, verankert in den Parlamenten, in welche inzwischen auch die Überwinder des Kapitalismus und die Träumer von der besseren Vergangenheit eingezogen sind.

Dieser, auch von vielen Fachhistorikern konstatierte Befund ist Hintergrund für Koschorkes These, dass der Verlust des Zukunftspotentials bzw. die Nicht-Einlösung alter liberaler Versprechungen in der nach wie vor vorherrschenden, nach dem Prinzip der politischen Repräsentation organisierten parlamentarischen Form Auslöser für die Krise der Demokratie nach westlichem Muster ist. Ein wachsender Teil der Bevölkerung glaubt den Versprechungen nicht mehr oder hält die liberale Gesellschaftsform sogar für die Ursache der aktuellen Krisen, zumindest aber für Blendwerk. In der Folge erhalten populistische Agitatorinnen und Agitatoren regen Zulauf, an deren Spitze mit dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein – um es vorsichtig zu sagen – besonders schillerndes Exemplar steht.

Auswege?

Koschorkes in der Danksagung vorgebrachtes Eingeständnis der Verzweiflung ist keine rhetorische Formel. Die Lage ist – anders als noch zu Zeiten, wo lediglich von der „Neuen Unübersichtlichkeit“ (Jürgen Habermas) gesprochen wurde – teilweise beängstigend geworden, weil die „Erschöpfung utopischer Energien“ (Ders.) längst tot geglaubte Gespenster hervorgerufen haben. Gerade akademische Eliten scheinen daran zu verzweifeln, dass ihren Einsichten und Ratschlägen nicht mehr gefolgt wird und Diskurse mehr und mehr von Populisten beherrscht werden.

Wie es konkret weitergehen kann mit der Demokratie liberal-westlichen Zuschnitts, dafür hat Koschorke – anders als vielleicht mancher der eingangs dieses Beitrags aufgelisteten Autorinnen und Autoren – kein Patentrezept. Sein Buch ist vielschichtig und hellsichtig, kommt aber nicht an die Schärfe heran, mit der zum Beispiel der US-amerikanische Historiker Samuel Moyn in seinem Pamphlet über den „Cold War Liberalism“ liberale Leitfiguren, darunter auch hierzulande hochverehrte wie Hannah Arendt, aufs Korn nimmt und an die utopischen Glanzzeiten des Liberalismus erinnert.

Aber auch bei Moyn ist es lediglich ein Appell von akademischer Warte aus, formuliert in einem gesellschaftlichen Umfeld, das sich im 250. Jahr des Bestehens der USA sehr weit von deren einstmaligen liberalen Versprechungen entfernt hat.

Bei einem wohlgemeinten Appell scheint es auch bei Koschorke zu bleiben. Oliver Weber kreidet zumindest in seiner Besprechung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an, dass die Schlussempfehlung in Koschorkes ansonsten sehr lesenswert befundenem Buch, auch nach dem „Ende der euphorischen Phase der Moderne“, die hier mit dem Liberalismus in eins gesetzt wird, an dessen klassischen Forderungen festzuhalten, „hilflos“ wirke – ohne selbst, außer dem Label „postliberal“ und der Aufforderung, auch unter diesem Vorzeichen „gutes Regieren“ zu ermöglichen, einen konkreten Lösungsansatz zu bieten.

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Hilde Schneider, Sind wir zu dumm für die Demokratie? zeitenwende.online 28. Juni 2026

Peter Conzelmann, Durchwursteln durch Ausprobieren. zeitenwende.online 23. Jan. 2025 – Darin: Armin Nassehi, Kritik der großen Geste. Anders über gesellschaftliche Transformation nachdenken, C. H. Beck Verlag, München 2024. Ingolfur Blühdorn, Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Suhrkamp Verlag, Berlin 2024.

Albrecht Koschorke, Souveränität der Vernunft – Die kulturellen Anfänge des Liberalismus, Suhrkamp Verlag, Berlin 2026.

Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte, Kindler Verlag, München 1992.

Jürgen Habermas, Die Neue Unübersichtlichkeit – Die Krise des Wohlfahrtsstaates und die Erschöpfung utopischer Energien, Merkur, Nr. 431, Januar 1985.

Samuel Moyn, Der Liberalismus gegen sich selbst. Intellektuelle im Kalten Krieg und die Entstehung der Gegenwart. Aus dem Amerikanischen von Christine Pries, Suhrkamp, Berlin 2024.

Zum Thema der Geschichte des Liberalismus in Deutschland, seiner Erfolge und seiner Niederlagen, anschaulich dargestellt am Beispiel der südwestdeutschen Familie Bassermann, empfehle ich insbesondere:

Lothar Gall, Bürgertum in Deutschland, Siedler Verlag, Berlin 1989

  • Christina Herbert-Fischer

    15.8.2026, 20:30

    Neben den Buchempfehlungen am Ende des Beitrags, könnte der Autor des Beitrags von der Buchtiteliste am Anfang des Beitrags sonst noch was als Lektüre empfelhen? Das ist nicht so ganz klar, könnte den Lesern aber durchaus helfen.

    1. Peter Conzelmann

      16.8.2026, 9:10

      Liebe Frau Herbert-Fischer, diese Liste diente lediglich der Illustration der gegenwärtigen Stimmung. Ich habe die Titel genommen, die mir beim Rundgang durch die Auslage der Buchhandlung spontan aufgefallen sind. Gelesen davon habe ich schon vor einiger Zeit nur das Buch von Steingart, das sich mehr mit wirtschaftlichen, aber auch gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigt. Es ist flüssig geschrieben, oft sehr zugespitzt formuliert und insgesamt gut zu lesen, der Standpunkt des Autors wirtschaftliberal. Von den anderen Büchern würde mich das von Baberowski interessieren, auch wenn Ernst Köhler davon abgeraten hat. Außerdem das Buch von Steinbrück et. al.
      Beste Grüße, Peter Conzelmann

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